Inhalt (7 Abschnitte)
- Was ist die Probezeit bei Lehrern und wie lange dauert sie?
- Was gilt bei Dienstunfähigkeit in der Probezeit?
- Drei Modellkonstellationen aus der Probezeit
- Wie groß ist die Lücke in der Probezeit?
- So sichern Sie sich in der Probezeit richtig ab
- Was Sie in der Probezeit selbst in der Hand haben
- Und nach der Probezeit?
- Beamte auf Probe sind bei Dienstunfähigkeit durch Krankheit, Verwundung oder sonstige Beschädigung im Dienst zwingend in den Ruhestand zu versetzen; bei anderen Ursachen steht die Versetzung im Ermessen des Dienstherrn (§ 28 BeamtStG).
- Wer sich in der Probezeit nicht bewährt, kann entlassen werden (§ 23 Abs. 3 Nr. 2 BeamtStG); fehlt allein die gesundheitliche Eignung, gilt § 26 Abs. 2 entsprechend – die anderweitige Verwendung geht vor.
- Die Probezeit beträgt in den meisten Ländern drei Jahre, in Bayern nach der allgemeinen Regel zwei Jahre; Brandenburg nennt mindestens drei Jahre.
- Ein Ruhegehalt ohne Dienstunfall setzt fünf Dienstjahre voraus – in der Probezeit ist das oft noch nicht erreicht; dann folgt Entlassung und Nachversicherung.
- Die Lücke zwischen Ernennung und Wartezeit schließt eine BU mit echter DU-Klausel – am günstigsten, wenn Sie früh abschließen; der Experte wählt Bedingungen, die zum Status Beamter auf Probe passen.
Beamte auf Probe sind bei Dienstunfähigkeit durch Krankheit, Verwundung oder sonstige Beschädigung im oder aus Anlass des Dienstes zwingend in den Ruhestand zu versetzen; bei anderen Ursachen steht das im Ermessen des Dienstherrn (§ 28 BeamtStG). Ein Ruhegehalt ohne Dienstunfall setzt fünf Jahre Dienstzeit voraus, die in der Probezeit oft noch fehlt – dann drohen Entlassung und Nachversicherung (Stand 25.10.2026).
Kein Dienstherr, keine BehördeBU-Lehrer.de ist ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – kein Dienstherr, keine Behörde, keine Rentenversicherung und kein Versicherungsmakler. Verbindlich ist die Auskunft Ihres Dienstherrn.
Kurz gesagt: In der Probezeit ist die Lücke groß – und die BU mit echter Dienstunfähigkeitsklausel schließt sie. Der Lehrer-Check zeigt Ihnen in 60 Sekunden, wie groß Ihre Lücke ist.
Was ist die Probezeit bei Lehrern und wie lange dauert sie?
Das Beamtenverhältnis auf Probe dient einer Probezeit, die entweder auf die Lebenszeit vorbereitet oder den Weg zu einem Amt mit leitender Funktion ebnet (§ 4 BeamtStG). Lehrkräfte werden nach dem Referendariat in der Regel zunächst auf Probe ernannt. In dieser Zeit prüft der Dienstherr Eignung, Befähigung und fachliche Leistung; wer sich bewährt, wird auf Lebenszeit ernannt. Die Dauer regeln die Länder. In den meisten sind es drei Jahre, in Bayern nennt das Leistungslaufbahngesetz in seiner allgemeinen Regel zwei Jahre, und eine abweichende Lehrer-Regelung haben wir nicht gefunden.
| Bundesland | Probezeit | Norm |
|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 3 Jahre | § 19 LBG BW |
| Bayern | 2 Jahre (allgemeine Regel) | Art. 12 LlbG |
| Berlin | 3 Jahre | § 11 LfbG |
| Brandenburg | mindestens 3 Jahre | § 18 LBG |
| Bremen | 3 Jahre | § 19 BremBG |
| Hamburg | 3 Jahre | § 19 HmbBG |
| Hessen | 3 Jahre | § 9 HLVO |
| Mecklenburg-Vorpommern | 3 Jahre | § 19 LBG M-V |
| Niedersachsen | 3 Jahre | § 19 NBG |
| Nordrhein-Westfalen | 3 Jahre | § 13 LBG NRW |
| Rheinland-Pfalz | 3 Jahre | § 20 LBG RP |
| Saarland | 3 Jahre | § 21 SBG |
| Sachsen | 3 Jahre | § 26 SächsBG |
| Sachsen-Anhalt | 3 Jahre | § 20 LBG LSA |
| Schleswig-Holstein | 3 Jahre | § 19 LBG |
| Thüringen | 3 Jahre | § 30 ThürLaufbG |
Die Probezeit kann sich unter Umständen verlängern oder verkürzen, etwa durch Zeiten der Beurlaubung oder Leistungsfaktoren. Solche Anpassungen sind in den Landesnormen geregelt und hier nicht abgebildet. Zeiten im Vorbereitungsdienst zählen nicht ohne Weiteres zur Probezeit.
Was gilt bei Dienstunfähigkeit in der Probezeit?
Das Beamtenstatusgesetz unterscheidet nach der Ursache. Sind Beamte auf Probe durch Krankheit, Verwundung oder sonstige Beschädigung dienstunfähig geworden, die sie ohne grobes Verschulden im Dienst oder aus Anlass des Dienstes erlitten haben, sind sie in den Ruhestand zu versetzen (§ 28 Abs. 1). Sind sie aus anderen Gründen dienstunfähig geworden, können sie in den Ruhestand versetzt werden (§ 28 Abs. 2); hier entscheidet der Dienstherr nach Ermessen. Für das Verfahren verweist § 28 Abs. 3 auf die Regeln der Lebenszeitbeamten, darunter die anderweitige Verwendung und die begrenzte Dienstfähigkeit (§ 26 Abs. 1 Satz 3, Abs. 2 und 3, § 27).
Daneben gibt es die Entlassung. Beamte auf Probe können entlassen werden, wenn sie sich in der Probezeit nicht bewährt haben; fehlt dabei allein die gesundheitliche Eignung, gilt § 26 Abs. 2 BeamtStG entsprechend (§ 23 Abs. 3 Nr. 2). Das heißt: Vor einer Entlassung ist zu prüfen, ob der Beamte in einem anderen Amt derselben oder einer anderen Laufbahn eingesetzt werden kann. Maßgeblich für die Prognose der gesundheitlichen Eignung ist nach dem Bundesverwaltungsgericht (Urteil vom 25.07.2013 – 2 C 12.11), ob mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vor Erreichen der Altersgrenze dauernde Dienstunfähigkeit eintritt. Wie das im Einzelfall geprüft wird, regeln die Länder; wir stellen dazu keine Fragen und bewerten keine Einzelfälle.
Wichtig ist der Zusammenhang mit der Wartezeit: Ob die Versetzung in den Ruhestand ein Ruhegehalt auslöst, hängt davon ab, ob mindestens fünf Jahre Dienstzeit zurückgelegt sind oder ein Dienstunfall vorliegt (§ 4 BeamtVG und Landesentsprechungen). Liegt weder das eine noch das andere vor, entsteht kein Ruhegehalt; es folgt die Nachversicherung (§ 8 Abs. 2 SGB VI). Ob Zeiten des Vorbereitungsdienstes auf die fünf Jahre angerechnet werden, klärt die Versorgungsstelle. Das Bundesrecht „kann“ solche Zeiten berücksichtigen (§ 12 BeamtVG), eine Selbstverständlichkeit ist es nicht.
Drei Modellkonstellationen aus der Probezeit
Die Rechtslage lässt sich an drei erfundenen, ausdrücklich nicht auf Personen bezogenen Modellfällen verdeutlichen. Die rechtliche Wertung bleibt immer dem Einzelfall und dem Dienstherrn vorbehalten.
- Modell A – Dienstunfall im zweiten Jahr: Eine Lehrkraft auf Probe erleidet im Dienst ohne grobes Verschulden eine dauerhafte Beschädigung. § 28 Abs. 1 BeamtStG verlangt die Versetzung in den Ruhestand; die Wartezeit von fünf Jahren entfällt, weil eine Dienstbeschädigung vorliegt. Es gilt das Unfallruhegehalt nach Landesrecht.
- Modell B – dauerhafte Erkrankung im zweiten Jahr ohne Dienstbezug: Die Dienstunfähigkeit hat eine andere Ursache. Der Dienstherr kann in den Ruhestand versetzen (§ 28 Abs. 2) oder bei fehlender gesundheitlicher Eignung entlassen (§ 23 Abs. 3 Nr. 2, § 26 Abs. 2 entsprechend), muss aber zuvor eine anderweitige Verwendung prüfen. Weil weniger als fünf Dienstjahre vorliegen, entsteht in beiden Fällen kein Ruhegehalt; es folgt die Nachversicherung.
- Modell C – späte Dienstunfähigkeit im sechsten Jahr: Die Probezeit wurde etwa wegen Beurlaubung verlängert; die Wartezeit ist erfüllt. Ein Ruhegehalt entsteht dem Grunde nach, mit Satz, Abschlag und Mindestversorgung nach Landesrecht.
Die Modelle zeigen, dass nicht die Probezeit selbst, sondern die Kombination aus Ursache und Dienstzeit über die Versorgung entscheidet. Das Wort „zwingend“ im Gesetz bezieht sich auf die Versetzung in den Ruhestand, nicht auf die Höhe der Leistung; und die Höhe hängt am Ende von Dienstzeit und Bezügen ab.
Wie groß ist die Lücke in der Probezeit?
Die Lücke ist am größten, wenn Wartezeit und Mindestversorgung noch nicht greifen. Ein Rechenbeispiel zeigt die Dimension, sobald die Wartezeit erfüllt ist: In Nordrhein-Westfalen, A 13, Endstufe, bei Dienstunfähigkeit mit 40 Jahren und 12 Dienstjahren ergibt sich nach Zurechnungszeit und Abschlag ein Ruhegehalt, das deutlich unter dem Netto liegt (Details auf der Seite Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit). In der Probezeit gilt dieser Wert nicht, weil der Anspruch dem Grunde nach fehlt. Die Mindestversorgung von 35 % der Bezüge oder einem Prozentsatz der Endstufe einer niedrigen Besoldungsgruppe setzt ebenfalls fünf Dienstjahre voraus.
Das bedeutet nicht, dass nichts bleibt. Wer nachversichert wird, hat Rentenanwartschaften aus der Dienstzeit, und wer bereits Pflichtbeiträge gezahlt hat, kann unter den Voraussetzungen des § 43 SGB VI eine Erwerbsminderungsrente erhalten; neu bewilligte Renten lagen 2024 im Schnitt bei 1.041 € pro Monat. Eine Orientierung für Ihren Fall gibt die EM-Renten-Schätzung. Zusammen ergibt das keine Lehrergehalt-Ersatzrente, sondern eine Basis, die eine private BU zur vollwertigen Absicherung ergänzt.
So sichern Sie sich in der Probezeit richtig ab
Der Experte prüft für Sie drei Dinge im Wortlaut der Bedingungen. Erstens: Deckt die Dienstunfähigkeitsklausel Beamte auf Probe ab, und gilt sie sowohl bei Versetzung in den Ruhestand als auch bei Entlassung wegen mangelnder gesundheitlicher Eignung? Zweitens: Wie verhält sich die Klausel bei begrenzter Dienstfähigkeit und bei anderweitiger Verwendung? Drittens: Gibt es eine Nachversicherungsgarantie, damit die Rente bei Verbeamtung auf Lebenszeit angepasst werden kann? Die Begriffe „echte“ und „unechte“ Klausel erklärt die Seite Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer; marktüblich bedeutet „echt“, dass die vom Dienstherrn festgestellte Dienstunfähigkeit als Leistungsvoraussetzung gilt, aber der Wortlaut entscheidet.
- Status prüfen: Wann endet die Probezeit in Ihrem Land, und wann erreichen Sie fünf Dienstjahre?
- Bedingungen vom Experten prüfen lassen: Klausel, Nachversicherungsgarantie, begrenzte Dienstfähigkeit.
- Beitrag einordnen: Vermittlerseiten nennen für verbeamtete Lehrkräfte mit 30 Jahren und 1.000 € Rente Beiträge ab rund 40 € im Monat (Stand Juli 2026, Untergrenze, kein Angebot); mehr auf der Seite BU-Kosten für Lehrer.
- Gesundheitsangaben beim Antrag: Informieren Sie sich vorab über die anonyme Risikovoranfrage; auf dieser Website erfragen wir keine Gesundheitsdaten.
Was Sie in der Probezeit selbst in der Hand haben
Gesundheitliche Entwicklungen lassen sich nicht planen, die Unterlagen schon. Bewahren Sie Ernennungsurkunden, Bezügemitteilungen und Bescheinigungen über Ihre Dienstzeiten geordnet auf, denn sie entscheiden später über die Berechnung. Fragen Sie die Personalstelle, wann Ihre Probezeit endet und ob bestimmte Zeiten angerechnet werden. Und sichern Sie sich rechtzeitig privat ab, statt erst bei einer Krise zu reagieren: Je früher, desto günstiger und einfacher. Das gelingt am besten mit einem Experten, der Ihnen Angebote erläutert.
Und nach der Probezeit?
Mit der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit ändert sich der Status, nicht automatisch die Lücke. Entscheidend bleibt, wie viele Dienstjahre Sie haben, wie hoch Ihr Grundgehalt ist und wie alt Sie bei einer möglichen Dienstunfähigkeit wären. Was dann gilt, beschreibt die Seite Verbeamteter Lehrer auf Lebenszeit. Wenn Sie wissen möchten, wo Sie stehen, rechnen Sie im Lehrer-DU-Rechner oder starten Sie den Lehrer-Check; er kommt ohne Gesundheitsfragen aus. Zu Sonderregeln einzelner Länder bei Probebeamten gibt die Personalstelle Auskunft; im Streitfall hilft ein Fachanwalt für Beamtenrecht – wir leisten keine Rechtsberatung im Einzelfall.
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Was passiert, wenn ein Lehrer in der Probezeit dienstunfähig wird?
Bei einem Dienstunfall oder einer Dienstbeschädigung ist der Beamte auf Probe zwingend in den Ruhestand zu versetzen. Bei anderen Ursachen kann der Dienstherr ihn in den Ruhestand versetzen (§ 28 BeamtStG). Ob daraus ein Ruhegehalt folgt, hängt von der Wartezeit von fünf Dienstjahren ab; sonst droht Entlassung und Nachversicherung.
Kann ein Lehrer in der Probezeit wegen Krankheit entlassen werden?
Ja, wenn er sich in der Probezeit nicht bewährt hat, auch weil die gesundheitliche Eignung fehlt (§ 23 Abs. 3 Nr. 2 BeamtStG). Dann gilt § 26 Abs. 2 BeamtStG entsprechend: Vor einer Entlassung ist zu prüfen, ob eine anderweitige Verwendung möglich ist.
Wie lange dauert die Probezeit bei Lehrern?
In den meisten Ländern drei Jahre, so zum Beispiel in Baden-Württemberg, Berlin, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Bayern nennt nach der allgemeinen Regel des Art. 12 LlbG zwei Jahre; eine Lehrer-Besonderheit ist nicht verifiziert. Brandenburg: mindestens drei Jahre.
Habe ich in der Probezeit Anspruch auf Ruhegehalt?
Nur, wenn die Wartezeit von fünf Dienstjahren erfüllt ist oder ein Dienstunfall vorliegt (§ 4 BeamtVG und Landesentsprechungen). Ob Zeiten des Vorbereitungsdienstes angerechnet werden, entscheidet die Versorgungsstelle nach dem jeweiligen Landesrecht.
Lohnt eine Absicherung in der Probezeit?
In aller Regel ja – die Lücke ist in der Probezeit groß, weil Wartezeit und Mindestversorgung noch nicht greifen, und der Einstieg ist jetzt besonders günstig. Der Experte achtet darauf, dass die Klausel im Wortlaut auch Beamte auf Probe und die Fälle Entlassung und Ruhestand abdeckt.
Quellen
- § 28 BeamtStG – Ruhestand bei Beamten auf Probe – abgerufen 25.10.2026
- § 23 BeamtStG – Entlassung durch Verwaltungsakt – abgerufen 25.10.2026
- § 26 BeamtStG – Dienstunfähigkeit – abgerufen 25.10.2026
- § 4 BeamtVG – Entstehen des Anspruchs auf Ruhegehalt (Bundesvorbild) – abgerufen 25.10.2026
- Art. 12 LlbG Bayern – Probezeit – abgerufen 25.10.2026
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Dienstunfähigkeit, Verbeamtung und Absicherung von Lehrkräften (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu Ihnen passt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – kein Dienstherr, keine Behörde, keine Rentenversicherung; über Dienstunfähigkeit, Verbeamtung und Versorgung entscheiden allein diese Stellen. Es werden keine Versicherer oder Tarife empfohlen. Herausgeber: BU-Lehrer.de. BU-Lehrer.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.